Flugbetrieb:

2020-08 Fliegen ohne ausreichenden Kraftstoffvorrat / Verpflichtender Gebrauch von Checklisten
Fly-Safe! – Newsletter 2020-08: Fliegen ohne ausreichenden Kraftstoffvorrat / Verpflichtender Gebrauch von Checklisten

2020-01 Propeller Bodenkontakt CG
Erst nach 2 Wochen wird festgestellt, dass der Propeller wieder Bodenkontakt hatte. Die Beschädigung ist dem Piloten nicht aufgefallen. Luftdruck im Bugrad ist viel zu niedrig und Dämpfer lässt sich bis Anschlag eindrücken.
Folge: Propeller muss überholt/getauscht werden
Motor muss zur Shock-Loading-Inspection
Schadenshöhe: mindestens 14.000 EUR !

2019-08 Propeller Bodenkontakt CG
Beim Abrollen von der Tankfläche berührt der Propeller kurz die Grasnarbe und wirbelt Dreck und Steine auf.
Ursache: Bodenunebenheiten, heftiges Bremsen
Nachtrag 2-2020: wahrscheinlich auch zu geringer Luftdruck im Bugrad/-dämpfer

2015-04: Beinahezusammenstösse im Windenstart, Segelflugplatzrunde und Motorflug-endanflug
Fly-Safe! – Newsletter 2015-04 – Vermeidung von Zusammenstößen

2014-02: Melden von technischen Störungen
Bei der Motorfliegerversammlung fiel der Satz. “Wann wird denn die Fahrtanzeige der KW mal repariert?” Auf Rückfrage ergab sich, dass der Pilot meint, dass diese schon seit einigen Wochen zuwenig anzeigt. Weder den Warten noch dem Vorstand war dieser Sachverhalt bekannt. Im Bordbuch findet sich keine Eintragung.
Maßnahme: Technische Probleme jedweder Art immer sofort an anwesende Warte und technik@edkn.de melden (bei BLV-Flugzeugen bitte an technik@blvev.de).
Beim kleinsten Verdacht einer Beeinträchtigung der Flugsicherheit muss unbedingt ein Flugzeugwart entscheiden, ob das Flugzeug gesperrt, mit deutlichem Hinweis versehen oder ohne Maßnahme weiter geflogen werden darf. Desweiteren sind auffallende Mängel neben obiger Benachrichtigung im Bordbuch einzutragen.

2013-06: Ablenkung beim Fliegen
Bei der Landung wird der Pilot von einem befreundeten Piloten auf unserer Platzfrequenz angesprochen. Er antwortet prompt, fängt aber gleichzeitig viel zu hoch ab. Das robuste Fahrwerk kann den unsanften Landestoß jedoch noch verkraften.
Fazit: Niemals von Mitfliegern, Funk, Handy-Klingeln oder anderen Störungen beim Fliegen oder auch bei der Flugvorbereitung/Check  ablenken lassen. Motto: “Alles andere kann warten” oder “First fly the plane!”

2012-10: Fliegen ohne ausreichenden Kraftstoffvorrat
Beim Vorflugcheck fällt auf, dass die Treibstofftankanzeige fast auf 0 steht. Messung mit dem Peilstab ergibt einen Restinhalt von ca. 3-4 Liter. Vorher wurde von einem anderen Piloten ein Überlandflug durchgeführt. Ein Durchstarten und eine Platzrunde wären keinesfalls mehr möglich gewesen. Auch sind keine Reserven für erhöhten Gegenwind, erhöhten Kraftstoffverbrauch oder Navigationsfehler mehr vorhanden gewesen.

Neben dem Verstoß gegen gesetzliche Regelungen hat der Pilot sich selbst, das Flugzeug (unser gemeinsames Vereinseigentum) und andere gefährdet.

Fazit: Bei jedem Flug im Rahmen der Flugvorbereitung und des Vorflugchecks den Kraftstoffvorrat sorgfältig prüfen. Ausreichende Reserven einplanen. Bei Zweifel an der Tankanzeige Peilstab benutzen! Bei Überlandflügen lieber auch mal auf fremdem Platz tanken als mit dem letzten Tropfen nach Hause kommen wollen.

2012-08: Fliegen ohne Berücksichtung der Zuladung
Bei einer Platzrunde mit der D-EIRM (160 PS) wurden von einem “stabilem” Piloten 3 schwere Mitflieger mitgenommen. Es herrschten ca. 26°C und leichter Seitenwind und Startrichtung 10. Der Start war nicht mehr im sicheren Bereich. Richtigerweise flog der Pilot zwar geradeaus über die Stadt, aber er hat sich und andere sehr in Gefahr gebracht. Angesprochen auf den Vorfall reagierte er unwirsch und meinte, der Gruppenleiter hätte ihm die Gäste doch zugewiesen. Zitat: “Was hätte ich denn machen sollen?”

Der Pilot ist immer und in jedem Fall für die sichere Durchführung des Fluges verantwortlich! Die Gruppenleiter werden gebeten, bei der Zuweisung der Gäste ein Auge auf deren Gewicht zu richten. Ob wir eine Waage am Schreibtisch aufstellen ist noch nicht beschlossen.
Die Entscheidung, ob die Passagiere mitgenommen werden können, trifft aber immer der verantwortliche Pilot.
Gesetzeslage: Laut §3 LuftVO muss der Pilot vor jedem Flug einen Ladeplan erstellen.
Ein aktueller Wägebericht findet sich auf 
www.edkn.de nach Anmeldung unter “Flugzeuginfos”. Eine Weight&Balance Berechnung z.B. unter www.fl95.de-Flugplanung


2012-06: Rollen ohne Funk
Ein Motorflugzeug wird ausgeräumt, steht vor der Halle und wird dann ohne Einschalten des Funkgeräts zum Abstellplatz/zur Tankstelle gerollt. Eine Information bzw. Warnung seitens des Turms oder anderer Piloten bezüglich eventuell landender Flugzeuge, insbesondere bei Betrieb der 28, ist so nicht möglich.
Fazit: Vor jeder  (Roll)Bewegung des Flugzeugs Funkgerät einschalten.

2012-05: Tanken mit Passagieren
Es wird mit einer 172er ein Gastflug gemacht. Das Flugzeug steht auf dem Vorfeld, zwei Gäste besetzen die hinteren beiden Sitze. Ein schwerst Körperbehinderter wird mit Hilfe einigen Fliegerkollegen auf den vorderen Sitz „gehievt“. Der Pilot steigt ein, lässt den Motor an und rollt los, jedoch nicht zur Startbahn, sondern in einem großen Bogen zur Tankstelle. Dort wird das Flugzeug dann betankt, wobei sämtliche Passagiere im Flugzeug verbleiben. Unabhängig davon, dass auch körperlich fitte Passagiere beim Tankvorgang nichts im Flugzeug zu suchen haben, wäre angesichts der Bewegungsunfähigkeit des vorne sitzenden Mitfliegers bei einem eventuellen Tankunfall weder dieser noch wahrscheinlich die hinten sitzenden Passagiere in der Lage gewesen, das Flugzeug rechtzeitig zu verlassen.
Maßnahme: VOR dem Einsteigen der Passagiere den Tankstand prüfen, ohne Passagiere tanken. Keine am Tankvorgang unbeteiligten Personen während des Tankens auf der Tankfläche dulden. Raucher natürlich auch nicht!

2012-05: Gäste auf dem Vorfeld/Tankfläche
Der gleiche Pilot, das gleiche Flugzeug wie zuvor. Die Maschine steht auf dem Vorfeld, Fluggäste steigen ein, sodann der Pilot. Zwei Verwandte/Freunde der Gäste möchten Fotos machen und begeben sich dazu auf das Vorfeld, wenige Meter schräg vor die Maschine. Der Pilot startet nunmehr den Motor, die Fotografen machen aus verschiedenen Positionen bei laufendem Triebwerk ihre Fotos.
Die Absperrung zum Vorfeld = Flugplatzbetriebsfläche dient sicherlich nicht nur der Sicherheit von Nichtfotografen.

2012-05: F-Schlepp – Sicherheitsabstand zum Vorfeld
Es soll ein F-Schlepp gemacht werden. Direkt neben der eigentlichen F-Schleppposition hat sich der Nimbus 3T zum Eigenstart aufgebaut, die zu schleppende ASK 21 schräg daneben, jedoch sehr nahe am Pflasterstreifen vor den Hallen. Auf diesem Pflasterstreifen hat man zwei andere Segeflugzeuge abgestellt, Sicherheitsbereich daher gegen null. Der F-Schlepppilot hat sich zu Recht geweigert, unter diesen Bedingungen zu schleppen. Erst auf seine Aufforderung über Funk wurden dann zumindest die auf dem Pflasterstreifen abgestellten Segelflugzeuge weggeräumt. Darauf hätte auch der zu schleppende Segelflieger achten können und müssen.

Anmerkung Sicherheitsteam: F-Schlepp auf der 28 soll grundsätzlich mit mindestens 1,5 Spannweiten Abstand vom Vorfeld erfolgen. Bewährt hat sich die Position des Segelflugzeugrumpfes in Verlängerung der linken Motorflugreiterlinie, direkt an der Wupper. Linke Fläche zur Segelfluglandebahn ablegen. Je nach Verkehrslage und Blockierung der Segelfluglandebahn kann der Schlepp-Pilot dann Richtung Segelfluglandebahn oder Richtung Motorflugpiste anziehen und schleppen.

2011: Windenstarts bei Luftverkehr über dem Flugplatz
In 2011 kam es bei uns durch eine Verwechslung von Höhenangaben MSL und GND zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einem Ballon und einem startenden Segelflugzeug. Außerdem wurden des Öfteren landende Motorflugzeuge falsch eingeschätzt und wären im Durchstartfall durch in der Luft befindliche Windenseile gefährdet worden.
Maßnahme: Der Startleiter und der Flächenhalter müssen bei jedem Windenstart den Luftraum sorgfältigst kontrollieren. Mit platzeigenen und fremden Flugzeugen ist jederzeit zu rechnen.  Für die Motor- und Segelflugpiloten ist ein Überfliegen des Flugplatzes unter 600m nicht erlaubt. Wenn dies aus irgendwelchen Gründen doch mal nötig sein sollte, dann unbedingt vorher eine Abklärung mit dem Segelflugstart per Funk durchführen. Bei Ballonstarts auf oder in der Nähe des Flugplatzes darf ein Windenstart erst wieder erfolgen, wenn der Ballon außerhalb jeglicher vertikalen und horizontalen Reichweite des startenden Segelflugzeugs und fallenden Windenseils ist. Anfliegende Motorflugzeuge haben absoluten Vorrang vor Windenstarts. Im Zweifelsfalle immer warten bis das Motorflugzeug von der Landebahn abrollt.

Bodenbetrieb:

2012-04: aktueller Vorfall: Verdacht auf Abgas im Innenraum des Golf-Lepos
Teilweise wurden am Wochenende 12./22.4. über Abgasgerüche im Golf-Lepo geklagt. In solchen Fällen keinesfalls das Fahrzeug weiterbetreiben. Die Gefahr ist zu groß, daß Kohlenmonoxid in den Innenraum gelangt und die Insassen eine Kohlenmonoxidvergiftung erleiden. Das kann tödlich sein und ist leider auf Fluggeländen auch schon vorgekommen.
Unsere Motorwarte haben ein CO-Meßgerät, womit man bei Verdacht eine Messung durchführen kann. Das sollte ein Motorwart oder Werkstattleiter durchführen und erst wenn dieser das Fahrzeug freigibt, kann wieder damit gefahren werden. In diesem Fall konnte kein CO gemessen werden. Allerdings ist wohl im Kofferraum ein Ölkanister umgekippt und die Matte war ölgetränkt. Evtl. ist auch Öl auf den Auspuff getropft (Brandgefahr). Der aktuelle Gestank scheint allerdings von der Kupplung zu kommen.
Maßnahme: Bei jeglichen Schäden am Fahrzeugpark (inbesondere Auspuff, Bremsen, Benzinversorgung) sollte unbedingt ein Werkstattleiter/Wart und der LSV-Wipperfürth Vorstand informiert werden. Erst wenn diese den Schaden für unbedenklich erklären und/oder die Reparatur veranlasst haben und diese ausgeführt wurde, darf ein Fahrzeug wieder betrieben werden. Für das Ausziehen der Seile muss im Notfall ein Privat-PKW genutzt werden.


 

Diese Seite lebt von Deiner Beteiligung!

Wenn Dir irgendetwas im Flug- oder Bodenbetrieb auffällt, dann sprich, wenn Gefahr im Verzug ist, die beteiligten Personen unbedingt direkt an. Das gilt von beiden Seiten für jeden Teilnehmer am Flugbetrieb.
Sachlichkeit und Diplomatie, gerade wenn Gäste dabei sind, helfen sicher mehr als Anschnauzen, Rumbrüllen und Beleidigen. In hartnäckigen Fällen kann man einen Fluglehrer dazunehmen.

Damit alle aus den Fehlern lernen können, melde den Vorfall bitte möglichst exakt direkt an sicherheit@edkn.de .  Auch wenn Dir selbst ein Fehler passiert, den Du selbst aber auch andere nicht wiederholen sollten, dann schicke ihn uns bitte.
Das Sicherheitsteam bespricht und ordnet den Vorfall ein und macht ihn bekannt. Dabei werden keine Namen genannt. Es geht hier nicht um einen Pranger, sondern insbesondere darum, aus den Fehlern anderer zu lernen, um die eigene Sicherheit zu erhöhen.

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das EDKN Sicherheitsteam